Autokindersitz Test ADAC

Beim Kindersitztest des ADAC im Mai 2007 hat die Hälfte der 30 getesteten Modelle mit „gut“ abgeschnitten. Ein Sitz, der MAXI COSI Cabriofix mit Easyfix, erhielt als einziger – erstmals in der Geschichte des ADAC-Kinder-sitztests – sogar ein „sehr gut“. Dieses Ergebnis zeigt, dass es für jedes Alter und für jede Gewichtsklasse mehrere gute Sitze gibt, mit denen Kinder sicher im Auto untergebracht werden können. Allerdings nützt der beste Kindersitz wenig, wenn die Eltern ihn nicht oder falsch verwenden.

Aus der ADAC-Unfallforschung ist bekannt, dass das Risiko schwerster Verletzungen extrem ansteigt, wenn zur Mitnahme von Kindern im Auto kein geeigneter Kindersitz verwendet oder dieser falsch benutzt wird. Nach Schätzungen von Experten gehen rund ein Drittel der circa 10 000 pro Jahr im Fahrzeug verletzten oder getöteten Kinder auf unterlassene oder falsche Sicherung der betroffenen Kinder zurück. Über 30 Prozent der Kinder ab sechs Jahren werden nur noch mit dem Erwachsenengurt angeschnallt. Fünf Prozent dieser Altersgruppe fahren völlig ungesichert.

Bei Kindern im Alter bis fünf Jahren liegt die Sicherungsquote mit Kindersitz zwar deutlich höher (circa 95 Prozent). In dieser Gruppe werden aber besonders häufig Fehler beim Einbau des Kindersitzes oder bei der Sicherung des Kindes festgestellt. Die Quote fehlerhafter Nutzung von Kinderschutzsystemen in Pkw liegt bei annähernd 65 Prozent.

Für die richtige Sicherung der Kinder im Auto trägt allein der Fahrer die Verantwortung. Bei Verstößen gegen die Sicherungspflicht beträgt das Verwarnungsgeld bei einem ungesicherten Kind 40 Euro plus einen Punkt in Flensburg. Wird das Kind verletzt oder gar getötet, kann dies für den Fahrer auch strafrechtliche Konsequenzen haben und wegen Mitverschuldens zu einer Minderung von Schmerzensgeld-Ansprüchen beim eigenen Kind führen.

Die bundesweite Initiative des ADAC „Sicher im Auto“, die der Club gemeinsam mit Toyota ins Leben gerufen hat, richtet sich an Eltern, die Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter haben. Bei kostenlosen Veranstaltungen wird praxisnah und umfassend über die Kindersicherung und über die Folgen von Fehlbedienungen informiert und beraten. Seit dem Start 2003 nahmen an über 8000 Veranstaltungen insgesamt 330 000 Eltern teil.

Quelle: ADAC / Mai 2007