Acht Kinder-Fahrradhelme im ADAC-Test

Wenn Kinder mit dem Fahrrad oder Inlinern im Straßenverkehr unterwegs sind, geht die Sicherheit vor. Ein guter Helm soll ausreichend schützen, muß dabei aber nicht teuer sein. Der ADAC hat acht Kinder- und Jugend-Fahrradhelme getestet. Das positive Ergebnis: Freestyle-Helme stehen den Klassikern in puncto Sicherheit kaum nach.

Vier Freestyle-Helme und vier klassischen Fahrrad-Helme für Kinder wurden in einem Vergleichstest auf Herz und Nieren getestet. Die Freestyle-Helme kamen von Herstellern wie Abus, Bell, POC und Uvex. Bei den klassischen Helmen wurden aktuelle Modelle der Hersteller Casco, Giro, KED und Limar unter die Lupe genommen.

Sicherheit und Handhabung stehen an erster Stelle

Bei der Beurteilung durch den ADAC ging es im Fahrradhelm-Test natürlich um die Kriterien Sicherheit und Handhabung. Neben dem Unfallschutz, einfacher Handhabung und Komfort legten die Prüfer aber auch Wert darauf, ob etwaige Schadstoffe im Material enthalten sind.

Fahrradhelme im Test: Sicherheit und Handhabung stehen an erster Stelle

Fahrrad-Helme für Kinder: Optisch schick und trotzdem sicher

Alle Helme zeigten im ADAC-Test einen guten oder zufriedenstellenden Unfallschutz. Testsieger mit der Note „gut“ wurden zwei klassische Helm-Modelle: der Limar 242 und der KED Meggy Originals. Auf Platz 3 und 4 erreichten zwei Freestyle-Produkte immerhin das Testergebnis „befriedigend“: Der UVEX Kid 3 und das Modell Scraper Kid von Abus. Positiv fiel auch auf, dass die getesteten Helme alle nur eine geringe Schadstoffkonzentration aufwiesen.

Trotzdem erhielten die Produkte von Casco, Giro, POC und Bell ledlich die Gesamtnote „ausreichend“. Hier führte vor allem die mangelhafte Erkennbarkeit wegen fehlender Reflektoren bzw. fehlendem Licht zu einer Abwertung.

Achten Sie auf den richtigen Sitz des Helms

Grundsätzlich muß man sagen, das selbst der schlechteste Fahrradhelm immer noch besser ist als gar keiner. Nehmen Sie Ihr Kind in jedem Fall mit zum Kauf und lassen Sie den Fahrradhelm aufprobieren. Nur ein guter Sitz garantiert, das der Helm seine Sicherungseigenschaften voll ausspielen kann. Daher ist es wichtig, das sich die Modelle durch verschiedene  Verstellmechanismen optimal an die individuelle Kopfgröße des Kindes anpassen lassen.

Natürlich ist auch das die Optik wichtig und der Helm muß dem Kind gefallen, sonst wird es ihn nicht regelmäßig benutzen. Deshalb sollten Eltern mit guten Beispiel vorangehen und selbst einen Helm beim Radfahren tragen – auch das steigert die Bereitschaft der Kinder, den Helm aufzusetzen.

Eine Warnung zum Schluss: So wichtig die Fahrradhelme beim Radeln, Skaten und Inlinern sind – beim Klettern, Spielen und Toben sollten sie nicht getragen werden. Denn hier ist die Gefahr groß, dass sich Kinder mit dem Riemen in Spielgeräte oder Ästen verfangen und so strangulieren könnten.

Getestete Modelle:
Limar 242 (Klassisch), KED Meggy Originals (Klassisch), Uvex Kid 3 (Freestyle), Abus Scraper Kid (Freestyle), Casco FM-Generation (Klassisch), Giro Flurry (Klassisch), POC Receptor flow (Freestyle), Bell Faction (Freestyle)

Auf der Internetseite des ADAC können Sie die Testergebnisse nachlesen.

Quelle: ADAC 05/2013