Kinderinvaliditätsversicherungen im Test

Wer es sich finanziell leisten kann, sollte eine Kinderinvaliditätsversicherung abschließen. Die zahlt, falls das Kind schwerbehindert werden sollte – egal ob wegen einer Krankheit oder eines Unfalls. Die Zeitschrift Finanztest hat in ihrer Januar-Ausgabe zahlreiche Angebote geprüft.

Bei den besten Policen im Test erhält das Kind eine lebenslange monatliche Rente von 1.000 Euro, bei einigen zusätzlich einen einmaligen Geldbetrag. Dafür fallen zwischen 300 und 500 Euro Beitrag im Jahr an. Eine Menge Geld. Eltern, die sich das nur leisten könnten, wenn sie ihren Kindern dafür den Musikunterricht oder die Klassenfahrt streichen würden, sollten ihnen das Geld lieber direkt zugute kommen lassen.

Etwa eines von 100 Kindern in Deutschland ist schwerbehindert, meist weil es erkrankt. Unfälle spielen als Ursache dagegen fast keine Rolle. Deshalb macht eine Kinderinvaliditätsversicherung mehr Sinn als die weit verbreitete Unfallversicherung für Kinder. Je früher sie abgeschlossen wird, desto besser. Sie gilt bei den meisten Versicherern bis zum 18. Geburtstag, manche versichern junge Leute auch länger.

In der Regel zahlt der Versicherer, sofern das Versorgungsamt dem Kind einen Grad der Behinderung von 50 Prozent oder mehr bescheinigt. Doch in bestimmten Fällen schließt der Versicherer die Zahlung aus, zum Beispiel wenn die Schwerbehinderung auf Neurosen, Psychosen, Persönlichkeits- oder Verhaltensstörungen zurückzuführen ist. Dabei zählen Störungen der geistigen Entwicklung zu den häufigsten Ursachen für eine Schwerbehinderung von Kindern und Jugendlichen.

Der ausführliche Test von Kinderinvaliditätsversicherungen findet sich in der Ausgabe 01/2010 von Finanztest oder unter www.test.de/kinderinvaliditaet.