Nahrungsergänzungsmittel für Kinder sind überflüssig

Eltern sollten keine Nahrungsergänzungsmittel für Kinder kaufen. Denn wissenschaftlich ist ein Nutzen solcher Mittel bislang nicht ausreichend belegt. Oft sind die Nahrungsergänzungsmittel zudem sehr hoch dosiert und enthalten Vitamine und Mineralstoffe, die überflüssig sind oder in großen Mengen sogar schädlich sein können.

Nahrungsergänzungsmittel erinnern zwar an Medikamente, zählen rechtlich aber zu den Lebensmitteln. In einem Test der Stiftung Warentest wurden 18 von 23 geprüften Produkten als „nicht geeignet“ bewertet.

Gesundes Essen für KInder

Bei zwölf getesteten Mitteln war zu viel Vitamin A enthalten, beispielsweise auch im bekannten Multivitamin-Präparat Sanostol. Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K können sich bei übermäßiger oder dauerhafter Einnahme im Körper anreichern.

Auch bei der Deklaration gab es teilweise Mängel. So enthalten neun geteste Produkte Mineralstoffe, von denen das Bundesinstitut für Risikobewertung in Kindernahrungsergänzungsmitteln dringend abrät. Zu ihnen gehören Kupfer, Eisen, Zink und Mangan.

Zu Vorsicht rieten die Tester auch vor dem über das Internet vertriebenen Mittel „Kids Plus Spirit Power“, einem Produkt mit Blaualgen. Darin wurden Spuren von Microcystin, einer krebsverdächtigen Substanz gefunden.

Lieber abwechslungsreich essen

Bei ausgewogener Ernährung sind Nahrungsergänzungsmittel für Kinder – und auch Eltern – überflüssig. Mit der Nahrung werden dem Körper im Normalfall ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zugeführt. Achten Sie bei der Ernährung darauf, das Kinder möglichst viele frische Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Salat, Kartoffeln oder auch mal Vollkornprodukte zu sich nehmen. Auch Fisch, mageres Fleisch sowie Milch und Milchprodukte sind wichtige Vitaminlieferanten.

Den ausführlichen Test der Stiftung Warentest kann man im Internet unter www.test.de nachlesen.