Lästige Warzen – was hilft dagegen?

Viele Kinder haben eine empfindliche Haut. Damit steigt auch das Risiko, das sich die Kleinen mit Warzenviren (Verruccae) anstecken können. Alleine in Deutschland sind schätzungsweise 30 Prozent der Kinder Atopiker, das bedeutet sie neigen zu Überempfindlichkeitsreaktionen.

Zur Bildung der fiesen Warzen kommt es oft durch direkten Kontakt von Person zu Person. Bei der Ansteckung durch Warzenviren, den sogenannten Papillomviren, dringen die Viren durch winizige Verletzungen in der oberen Hautschicht in den Körper ein. Die Eintrittsstelle der Viren verdickt bzw. verhornt mit der Zeit.

Nach einigen Wochen oder Monaten entstehen dann dort oft kleine Wucherungen der Haut. Die Warzen-Viren vermehren sich in der Haut und gelangen mit der Zeit an die Oberfläche.

Meistens erfolgt die Ansteckung durch direkten Kontakt mit den infizierten Hautschuppen. Man kann sich aber auch auf indirekten Wege mit Warzen anstecken: Zum Beispiel im Schwimmbad, Sporthallen, Duschräumen, an Treppengeländern oder auch Haltegriffen in Bus und Bahn. Feuchtes und kaltes Klima gegünstigt dabei das Überleben der Viren.

Dellwarzen treten fast ausschließlich bei Kindern auf

Auch die sogenannten Dellwarzen, die sich fast ausschliesslich bei Kindern und Jugendlichen finden, werden durch eine Virusinfektion verursacht. Sie zählen aber nicht zur Gruppe der Warzen, sondern entstammen der Familie der Pockenviren. Dellwarzen haben meist in der Mitte eine kleine Delle, durch die Flüssigkeit austreten kann. Auch bei ihnen erfolgt die Viren-Übertragung meistens von Mensch zu Mensch durch direkten Kontakt.

Dellwarzen treten fast ausschließlich bei Kindern auf

Immerhin rund 80 Prozent aller Warzen bilden sich binnen zwei bis drei Jahren wieder von selbst zurück. Trotzdem sollten Eltern Ihre Kinder durch einfache Vorsichts- und Hygienemaßnahmen vor einer Warzen-Infektion schützen. Lassen Sie Veränderungen an der Haut am besten durch einen Fach-Arzt unter die Lupe nehmen.

Wie kann man einer Warzeninfektion vorbeugen?

Zusätzlich zur regelmäßigen Pflege der Haut gibt es einige Tipps, wie man Warzen vorzubeugen kann:

  • Tragen Sie und Ihre Kinder in Schwimmbad, Sporthalle, Sauna oder einer öffentlichen Dusche immer Badelatschen.
  • Nach jedem Besuch im Schwimmbad sollte man die Füße gründlich Waschen und anschliessend gut abtrocken.
  • Die Füße immer warm und trocken halten. Feuchte Socken und Strümpfe daher schnell wechseln.
  • Durch Bewegung wird die Durchblutung der Füße gefördert. Auch Wechselbäder mit kalten und warmen Wasser können helfen.

Bewährte Mittel gegen Warzen

  • Die Warzen mit Teebaumöl bestreichen
  • Warze mit einem Hühneraugenpflaster abkleben
  • Rizinusöl mit etwas Backpulver mischen und die Warze anschliessend mit der Tinktur bestreichen
  • Das natürliche Schöllkraut (auch Warzenkraut genannt) enthält einen Saft im Stiel, den man auf Warze träufelt. Die Warzen trocknen dann nach einigen Wochen aus. Aber Vorsicht: Schöllkraut ist giftig. Danach gut die Hände waschen!
  • In der Apotheke erhält man Lösungen oder Pflaster mit dem Inhaltsstoff Salizylsäure oder Milchsäure. Diese weichen die verhornte Haut auf.
  • Das Präparat Acetocaustin (Chloressigsäure) ists ebenfalls ein bewährtes Mittel aus der Apotheke

Wie schon geschrieben, muß man nicht jede Warze vom Arzt behandeln lassen. Oft verschwinden Warzen so schnell wie sie gekommen sind – völlig von allein. Wenn das nicht der Fall ist, Schmerzen auftreten oder die Warzen zu sehr stören, sollte man sich an einen Arzt wenden. Dieser entscheidet dann, ob die Warze entfernt werden muß.