Bauchweh bei Kindern

Kinder haben oft Bauchschmerzen und dafür kann es viele Gründe geben. Erster wichtiger Schritt: Herausfinden, ob es sich um leichte oder um heftige, plötzlich auftretende Schmerzen handelt.

Bei anhaltenden, immer wiederkehrenden Schmerzen sollte man mit dem Kind sofort zum Kinderarzt gehen. Hinweise sind vor allem ein schmerzverzerrtes Gesicht, eine gekrümmte Körperhaltung und blasse Hautfarbe. Wenn sich der Bauch hart anfühlt und das Kind einen leichten Druck auf die Bauchdecke als schmerzhaft empfindet, sollte der Kinderarzt hinzugezogen werden. Besonders Kleinkinder können Schmerzen häufig noch nicht genau orten. Auch Hals- und Ohrenschmerzen werden von den Kleinen oft in die Region um den Bauchnabel verlegt.

Bei einem Magen-Darm-Infekt lassen die Schmerzen oft nach, wenn beim Gang auf die Toilette Durchfall den Darmtrakt frei geräumt hat. So ein leichter Infekt lässt sich bei älteren Kindern mit Kamillen- oder einem leichten schwarzen Tee und Zwieback erfolgreich bekämpfen; auch Salzstangen sind erlaubt. Der Körper braucht dann Mineralien, die er durch den flüssigen Stuhlgang verliert. In den Tee darf ebenfalls eine Prise Salz und Traubenzucker. Viel Trinken ist das A und O, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Wärmfläsche, Kirschkernsäckchen und Massage helfen oft

Wunder bewirken bei Bauchschmerzen oft Wärmflasche oder Kirschkernsäckchen, denn die Wärme entkrampft. Unbedingt darauf achten, dass die Wärmflasche nicht zu heiß ist und sie mit einem Handtuch oder einer Hülle versehen, bevor sie auf den Bauch gelegt wird.

Gut hilft auch eine Massage mit der warmen Hand. Im Uhrzeigersinn sanft über die Bauchdecke um den Nabel herum streichen. Mit einem duftendem Körperöl verstärkt sich das Wohlgefühl des kleinen Patienten.

Manchmal löst sich das Rätsel um die Bauchschmerzen auch, wenn klar wird, was das Kind in den Stunden vorher alles gegessen und getrunken hat. Ein zu großes Durcheinander von Süßem und Salzigem kann die Ursache sein. Hier heißt es: Abwarten und in Zukunft auf eine gesündere Ernährung achten.

Nicht zu unterschätzen sind auch seelische Ursachen bei Kindern, die häufiger über Bauchweh klagen. Manchmal „fressen“ sie im wahrsten Sinne des Wortes ihre Probleme in sich hinein. Kommen Eltern hier mit Gesprächen nicht weiter, sollten sie mit dem Kinderarzt über professionelle psychologische Hilfe nachdenken.

Quelle: AOK Presseservice Gesundheit (psg)

weitere Linktipps:
Informationen über Bauchschmerzen bei Kindern: www.medizinfo.de